Willkommen bei der FFW - Feusdorf

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Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Feusdorf

Übung 1918




Am 10. Juli 1910 wurde in Feusdorf in der Gaststätte Klinkhammer die bis dahin bestehende Pflichtfeuerwehr durch eine 32 Mann starke Freiwillige Feuerwehr abgelöst. Erster Brandmeister war Hermann Michels, der bis dahin bereits die Pflichtfeuerwehr geführt hatte. Zum Kassierer wurde Heinrich Mastiaux und als erster Steiger Theodor Hack bestimmt. Bei der Pflichtfeuerwehr hatten „alle tauglichen Männer bis zu einem bestimmten Alter” bei Bränden aktiv einzugreifen.


Die neue Spritze







Die Gemeinde, Träger der Pflichtfeuerwehr und auch der neuen Freiwilligen Feuerwehr, ersetzte die alte Spritze durch eine neue. Die neue Spritze kostete 1.000 Reichsmark und ist auch heute noch - durch ordnungsgemäße Pflege - vollkommenfunktionsfähig und "einsatzbereit".




Das erste Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr






Das erste Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr stand bis zum Jahr 2003 an seinem ursprünglichen Standort auf Privatgrundbesitz, musste jedoch wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Im Jahre 1913 zog die Feuerwehr um und konnte Gerätschaften sowie die Handspritzpumpe im Anbau des alten Schulgebäudes unterbringen.





Chronik

Nachdem die Zahl der Wehrmänner im Laufe der Zeit auf über 40 angestiegen war, zählte die Freiwillige Feuerwehr im Jahr 1950 noch 16 aktive Feuerwehrmänner. Der Krieg zerstörte nicht nur vieles an Ausrüstungsgegenständen, er riss auch Lücken in die Reihen der Mitglieder. Auf ein Feuerwehrfest zum 40 jährigen Bestehen im Jahre 1950 verzichtete man laut Chronik „wegen den Gedanken an den Krieg”. Ein Wunsch wurde jedoch zu diesem Anlass in das Niederschriftenbuch aufgenommen: „Eines liegt uns jedoch besonders am Herzen, die Beschaffung einer kleinen Motorspritze, ohne die die Wehr in der heutigen Zeit nicht mehr bestehen kann. Sie ist nicht nur für die Einsatzfähigkeit der Wehr ausschlaggebend, sondern auch für eine Brandbekämpfung im Ernstfalle unentbehrlich. Möge es gelingen, dieser vorbildlichen Wehr durch die Beschaffung einer Motorspritze eine Anerkennung zu gewähren.”

Tragkraftspritzenanhänger TS 8


Dieser Wunsch wurde jedoch erst im Jahre 1963 erfüllt. Eine Tragkraftspritze TS 8 wurde beschafft. Mit einem LKW von Willi Hansen wurde die Spritze in Trier bei der dortigen Brandwache der Berufsfeuerwehr durch Brandmeister Johann Meyer und dem ersten Maschinisten Karl Schneider abgeholt. Der Tragkraftspritzenanhänger wurde von der Deutschen Bundesbahn, Bahnbetriebswerk Jünkerath, für 200 DM gekauft. Anschließend wurde der Hänger in der Schreinerei von Peter Brang mit großem Aufwand von Grund auf renoviert und anschließend neu gestrichen.


Das neue Feuerwehrgerätehaus

Bis zum Jahr 1980 wurde die Wehr nebst Gerätschaften in der neuen Schule untergebracht. Das Schulgebäude sollte durch die Ortsgemeinde Feusdorf veräußert werden, so dass es zur Unterbringung der Freiwilligen Feuerwehr nicht mehr genutzt werden konnte. Die Verbandsgemeinde, die inzwischen Träger der Feuerwehr war, musste reagieren. Noch im gleichen Jahr fand die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses statt. Mit einem Kostenaufwand von 37.000 DM wurde in unmittelbarer Nähe zum alten Domizil ein neues Zuhause für die Feuerwehr geschaffen. Die erforderlichen Bauarbeiten für das 32 m² große Gerätehaus wurden fast ausschließlich in Eigenleistung durchgeführt.

Bereits sieben Jahre später, im Jahre 1987, wurde ein Erweiterungsbau notwendig. Die Wehr wollte in Eigenregie einen Schulungsraum sowie einen WC mit Handwaschbecken errichten, da dies bei dem Neubau im Jahr 1980 vergessen wurde. Aus dieser Planung entstand dann die heutige Fahrzeughalle mit angrenzendem Schulungsraum und einer Toilette mit Waschgelegenheit.

TLF 15

Da die Feusdorfer Wehr nun über eine Fahrzeughalle verfügte und die Wehr aus Stadtkyll ein neues Fahrzeug erhielt, wurde das frei werdende TLF 15 am 21.12.1987 nach Feusdorf überstellt. An diesem Fahrzeug - Baujahr 1954 - waren umfangreiche Renovierungsarbeiten notwendig, die allesamt in Eigenregie durchgeführt wurden. Dieses Fahrzeug mit einem Löschwasserbehälter von immerhin 3.000 Litern war eine besondere Herausforderung für die Feusdorfer Wehrmänner. Nachdem sich die Feusdorfer Wehr für die Anschaffung von Atemschutzgeräte stark gemacht hatte, konnten 12 Geräte von der Berufsfeuerwehr aus Erfstadt übernommen werden. Das Fahrzeug wurde entsprechend umgerüstet, so dass 4 Atemschutzgeräte Platz fanden. Die erforderlichen Ausbildungen wurden in den Jahren 1994 und 1995 nachgeholt.

TLF 15


Am 21.04.2000 wurde unser "alter Florian" nach stolzen 46 Dienstjahren in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Einige größere Reparaturen hatte das Fahrzeug schon hinter sich, weitere sollten wegen dem Kostenaufwand nicht mehr erfolgen. Weiterhin gestaltete sich die Beschaffung von Ersatzteilen als zusehend schwierig. Daher wurde seitens der Verwaltung festgelegt, keine weiteren Investitionen in die Instandhaltung des Fahrzeuges zu tätigen.









Glücklicherweise pflegt die Freiwillige Feuerwehr gute Beziehungen zu dem DRK-Zug Wersten-Holthausen aus Düsseldorf. Bei einem Besuch im Jahre 1999 wurde u.a. die Wache 7 der Düsseldorfer Berufsfeuerwehr besichtigt. Dort viel ein ausgemustertes Fahrzeug auf, welches zur Versteigerung frei gegeben wurde. Die Verbandsgemeinde Obere Kyll bot darauf hin nach eingehender Besichtigung auf dieses Fahrzeug und erhielt für 5.300 DM den Zuschlag. Dieses Fahrzeug war für unsere Fahrzeughalle jedoch einfach zu groß, so dass die Stützpunktwehr aus Jünkerath als Standort für das Fahrzeug festgelegt wurde.

TSF W

Nach Diskussionen, ob ein Fahrzeug einer anderen Wehr nach Feusdorf verlegt werden oder ob ein gebrauchtes Fahrzeug gekauft oder ersteigert werden sollte, entschied sich die Verbandsgemeinde für die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges. Es handelte sich um ein Tragkraftspritzenfahrzeug - TSF W - mit einem Wassertank von 500 Litern. Da die 37 Jahre alte Tragkraftspritze TS 8 nicht mehr den Ansprüchen des neuen Fahrzeuges genügte, wurde zusätzlich eine neue Spritze TS 8/8 angeschafft.

Das neue Fahrzeug und die neue Pumpe wurden am 03. September 2000 - anlässlich des 90 jährigen Stiftungsfestes der Freiwilligen Feuerwehr Feusdorf in Verbindung mit dem 28. Feuerwehrtag der Verbandsgemeinde Obere Kyll - der Öffentlichkeit vorgestellt und ihrer Bestimmung übergeben.



Für dieses große Fest wurde mit Unterstützung der ortsansässigen Vereine durchgeführt. So wurde auf dem Sportplatz ein Festzelt mit einem Fassungsvermögen von 1000 Personen aufgestellt. Freitags fand im Anschluss an ein gemeinsames Konzert der Musikvereine Feusdorf und Waldorf ein großer Zapfenstreich auf dem Sportplatz statt. Samstags spielte die bekannte Coverband „MEX” im prall gefüllten Festzelt auf, und sonntags fand der offizielle Teil des Verbandsgemeindefeuerwehrtages statt. Das Fest ist allen Beteiligten sowie den zahlreichen Gästen in guter Erinnerung geblieben.

Das FeuerwehrhausDas Feuerwehrhaus

Nachdem das Feuerwehrhaus 15 Jahre ohne wesentliche Veränderungen überstanden hatte, wurden im Jahr 2003 umfangreiche Um- und Ausbauarbeiten erforderlich. Die Flachdachkonstruktion auf Fahrzeughalle und Schulungsraum war undicht. Eine nachhaltige Sanierung des Daches wäre mit erheblichen Kosten verbunden gewesen. Daher entschloss sich die Wehr zusammen mit Orts- und Verbandsgemeinde, ein Satteldach anzubringen. Die erforderlichen Arbeiten wurden überwiegend in Eigenleistung durchgeführt. Die Kosten übernahm die Verbandsgemeinde, das Holz für das Dachgebälk wurde durch die Ortsgemeinde zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig wurde an der Stelle des ehemaligen Gastanks - der durch den Anschluss an eine zentrale Gasleitung überflüssig geworden war - eine Küche angebaut, so dass sich das Feuerwehrhaus heute in seiner schmucken und funktionellen Form präsentieren kann.

Das Feuerwehrhaus

Brandmeister und Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Feusdorf

 

1910 - 1915 Hermann Michels
1915 - 1920 wegen des 1. Weltkriegs war die FFW in diesen Jahre nicht aktiv
1920 - 1921 Paul Friesen
1921 - 1922 Peter Trierscheid
1922 - 1922 Johann Schneider
1922 - 1930 Josef Möller
1931 - 1934 Hermann Michels
1935 - 1941 Peter Schneider
1941 - 1946 Peter May
1947 - 1955 Balthasar Klinkhammer
1955 - 1962 Nikolaus Brang
1962 - 1984 Johann Meyer
1984 - 2000 Heinz Thielen
2000 - 2004 Franz-Josef Hilgers
2005 -   Arno Finken

Einsätze der Feusdorfer Feuerwehr, die bekannt bzw. aktenkundig sind

 

1848 Brand der Häuser der Familien Gewerts und Kochs (Kaus)
1888 Stall von Heinrich Ganser abgebrannt
1889 Brand des Hauses der Familie Henkelmann
1916 Brand des Stallgebäudes von Martin Michels (Halfe)
1982 Ein mit trockenem Heu voll beladener Ladewagen wurde durch Funkenflug des ziehenden Lanz-Traktors auf der K 70 in der Ortslage, nahe dem Anwesen Kauth, in Brand gesteckt. Der Besitzer, ein Landwirt aus Kehr konnte noch rechtzeitig die Zugmaschine abkuppeln, bevor der Heuladewagen voll in Brand geriet. Die schnell herbei gerufene Feusdorfer Feuerwehr konnte den Hänger nicht mehr retten. Mit einem Frontlader von Heinrich Möller schob Hubert Schmitz den Ladewagen in den Straßengraben, um größere Schäden an der Fahrbahndecke zu vermeiden. Nach ca. 2 Stunden war der Brand unter Kontrolle. Die in der Nacht aufgestellten Warnlampen und Warndreiecke wurden gestohlen.
1986 Das Wohnhaus „alt Jewels” (heute Esser) geriet im Dezember in Brand. Der Dachstuhl. in dem der Brand ausbrach, fiel dem Feuer zum Opfer. Bei klirrender Kälte war dieser Einsatz der Größte seit Bestehen der Wehr. Die anwesenden Personen konnten alle in Sicherheit gebracht werden, das Mobiliar war jedoch nicht mehr zu retten. Ebenso fiel ein kleiner Hund den Fallen zum Opfer.
1987 Garagenbrand „Auf dem Faller” (Renkes). Durch eine nicht in Erfahrung gebrachte Ursache brannten in einer Garage untergestellte Möbel ab. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf das Wohnhaus verhindern.
1989 Die Scheune des Drogeristen Gosewinkel, vormals Stoffels in der Kirchstraße wurde durch einen Stromdefekt in Brand gesetzt. Der Dachstuhl war hier ebenso nicht zu retten, auch das gelagerte Heu musste in Glaadt entsorgt werden.
1999 Brand eines Jagd-Ansitzes in der Gemarkung Alendorf unterhalb des Baumbergs, an der Grenze zu Feusdorf. Es handelte sich um erwiesene Brandstiftung. Fünf Ansitze wurden in einem Umkreis von 10 Kilometern nacheinander angesteckt und hielten die Feuerwehren von Hillesheim bis Jünkerath an diesem Tag in Atem. Eine Anwohnerin aus Feusdorf bemerkte eine Flammenentwicklung und alarmierte die Feusdorfer Feuerwehr. Durch schnelles Eingreifen und Dank der 3000 Liter Wasser im Tanklöschfahrzeug konnte ein größerer Schaden und das Übergreifen des Feuers auf den benachbarten Wald verhindert werden. Eine auf dem Ansitz befindliche Gasflasche mit Heizgerät wurde von der Kriminalpolizei sichergestellt. Der Brandstifter wurde später verhaftet.
  Im Herbst des Jahres wurde die Feuerwehr zu einem Fahrzeugbrand nahe der Straße nach Alendorf gerufen. Wie sich später heraus stellte, befand sich die Brandstelle bereits auf der Gemarkung Alendorf im benachbarten Nordrhein-Westfalen. Ein abgestellter PKW ohne Kennzeichen wurde augenscheinlich in Brand gesteckt. Der Eigentümer hatte wohl an eine billige Entsorgung gedacht. Der Halter wurde festgestellt, der PKW war als gestohlen gemeldet worden.
2000 Ein Hächsler des Maschienenring, ist auf dem Grüngutlagerplatz außerhalb von Feusdorf, in Brand geraten. Dadurch wurden hydraulische Leitungen beschädigt. Der Brand konnte dank unseres Wassertank und Schaummittel rasch gelöscht und die Leitungen abgedichtet werden.
  Ein mit Stroh beladener landwirtschaftlicher Anhänger ist auf der K72 vor Feusdorf in Brand geraten. Die ersten Löscharbeiten wurden von der FFW Lissendorf durchgeführt. Der Anhänger brannte komplett aus und der Straßenbelag wurde stark beschädigt. Leider wurde durch die sehr große Hitze an den folgenden Tagen nochmaliges nachlöschen notwendig.
  Verkehrsunfall auf der Straße Richtung Alendorf, bei dem die verunfallte Person noch am Unfallort verstarb.
2001 Durch starke Regenfälle kam es in den Gemeinden an der Kyll zu vielen Überschwemmungen und vollgelaufenen Kellern. Wir wurden zur Unterstützung nach
Jünkerath gerufen, wo wir die K69 in Höhe des P+R Parkplatzes absperrten. Die Straße war durch Wasser und Schlamm unpassierbar. Wir reinigten einige Ablüfte.
Der Schlamm wurde durch den Bauhof mit schwerem Gerät abtransportiert.
2002 PKW Brand in der Ortslage, Hauptstr. 3, Das Fahrzeug konnte mittels Schaum und Unterstützung der Stützpunktwehr Jünkerath gelöscht werden.
2003 Wohnhausbrand in der Hauptstr. Aus ungeklärter Ursache brannten Möbel im Wohnhaus. Eine Nachbarin alarmierte die Feuerwehr. Der Brand konnte durch einen Innenangriff, unter Atemschutz, schnell gelöschte werden. Es entstand relativ geringer Sachschaden. Der Bewohner wurde unverletzt gerettet.